Archiv des Universitätsgesellschaftlichen Dienstags

Im Folgenden finden Sie alle vergangenen Veranstaltungen zum Universitätsgesellschaftlichen Dienstag absteigend chronologisch geordnet.

Sommersemester 2018

24.04.2018 WERNER PREUß
Die Leuphana Universität Lüneburg als Ort geschichtlicher Besinnung

Erinnerungskultur ist Gegenstand von Politik und Geschichtswissenschaft. Die Politik fordert klare, operational verwertbare Positionen. Sie zeichnet sich durch Entschlossenheit aus. Ihre Stärke demonstriert sie in Ritualen, Symbolen und Gesten. Ganz anders die Wissenschaft! Nicht Entschlossenheit, sondern ergebnisoffene Aufgeschlossenheit verkörpert den wissenschaftlichen Ethos, der stets auf der Suche nach der Wahrheit ist, ohne sie je zu besitzen. Sie strebt nach einem mehrdimensionalen, möglichst differenzierten Bild, in dem auch Abweichungen und Besonderheiten Platz finden. Werner H. Preuß ist apl. Professor für Kulturvermittlung an der Leuphana.

17.04.2018 JACOB HÖRISCH
Unnachhaltiger Konsum trotz nachhaltiger Werte? – Eine Analyse des Kaufverhaltens am Beispiel der Bekleidungsindustrie

Die Textilindustrie ist von zahlreichen Nachhaltigkeitsproblemen betroffen, wie z.B. Formen von Zwangsarbeit oder der Verwendung schädlicher Chemikalien. In den vergangenen Jahren sind diese Probleme zunehmend in das Bewusstsein von Konsumierenden gerückt. Es klafft jedoch eine Lücke zwischen dem Bewusstsein für Nachhaltigkeit auf der einen Seite und dem tatsächlichen Konsum auf der anderen. Im Rahmen des Vortrags werden Faktoren identifiziert, welche die Umsetzung nachhaltiger Einstellungen in nachhaltigen Textilkonsum behindern oder befördern können. Jacob Hörisch ist Juniorprofessor für Nachhaltigkeitsökonomie & -management an der Leuphana Universität Lüneburg.

10.04.2018 HENRIKE FRIEDRICHS-LIESENKÖTTER
Medien und Flucht in Bildungskontexten

Henrike Friedrichs-Liesenkötter, Juniorprofessorin für Bildung mit digitalen Medien an der Leuphana Universität Lüneburg, stellt die Ergebnisse einer explorativen qualitativen Studie zur Bedeutung digitaler Medien aus der Sicht von jungen Geflüchteten und von Pädagog_innen in Nordrhein-Westfalen vor: Während junge Geflüchtete digitale Medien im Alltag intensiv nutzen, werden diese in der Schule nur begrenzt didaktisch eingesetzt. Welche Rolle digitale Medien für die Herstellung von Handlungsfähigkeit junger Geflüchteter einnehmen sowie in schulischen und außerschulischen Bildungskontexten spielen bzw. spielen sollten, wird kritisch reflektiert.

03.04.2018 TOBIAS BLASK
Von der Wissenschaft in die Wirtschaft – Adference eine Ausgründung der Leuphana

Die Adference GmbH ist eine erfolgreiche Ausgründung der Leuphana Universität Lüneburg mit einem internationalen Team aus inzwischen 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das Unternehmen entwickelt und vertreibt eine Software zur Automatisierung von Werbemaßnahmnen in Google und Amazon sowie statistische Beratungsleistungen für große und sehr große Werbetreibende, wie ABOUT YOU, ZALANDO etc.. Hervorgegangen ist die Firma Anfang 2014 aus einem Forscherteam der Wirtschaftsinformatik. Auch heute noch gibt es enge Verbindungen zwischen dem Unternehmen und der Universität. Tobias Blask ist einer der Mitgründer von Adference und leitet dort das operative Geschäft.

Wintersemester 2017/18

30.01.2018 JESSICA SÜßENBACH
Sport ist mehr als 1:0 – ein mutiger Blick auf inklusive Bildung

Was suchen wir im Sport? Was finden wir im Sport? Was bedeutet er für unser Leben? Die Antworten sind vielgestaltig und so facettenreich wie der Sport in unserem Alltag. Der öffentliche Diskurs weist dem Sport bzw. den Sportorganisationen seit jeher eine enorme soziale Integrationskraft zu. Jessica Süßenbach, Sportprofessorin an der Leuphana Universität, berichtet über weniger eindeutige wissenschaftliche Erkenntnisse. Die soziale Selektivität ist bereits im Kindes- und Jugendalter erkennbar und erfordert ein professionelles Handeln in inklusiven Bildungssettings. Da Bewegungskompetenz eine Bildungsdimension ist, gilt es, Zugänge zum Sport für ALLE zu ermöglichen.

23.01.2018 BURKHARDT FUNK
Der Computer als Psychotherapeut?

Online-Interventionen bieten effektive und effiziente Möglichkeiten zur Prävention und Therapie psychischer Erkrankungen. Die rasanten Fortschritte im User-Experience Design und in der künstlichen Intelligenz erlauben es heute, Menschen mit psychischen Belastungen individuell und in ihren Alltag eingebettet zu unterstützen. Burkhardt Funk, Professor für Wirtschaftsinformatik an der Leuphana Universität, untersucht zusammen mit Kollegen aus der Informatik, Psychologie und Medizin, wie anhand von Nutzungsdaten Krankheitsverläufe vorhergesagt und wie diese Erkenntnisse zukünftig zur Auswahl und Personalisierung von Online-Interventionen genutzt werden können.

16.01.2018 MARKUS MÜHLING
Theologie und Anthropologie der Migration

Die Gegenwart ist durch die großen Wanderungsbewegungen gekennzeichnet, die in den letzten Jahren auch Teil unserer Lebenswelt geworden sind. Entgegen üblichen Annahmen, ist der christliche Glaube keineswegs ein Glaube der „Sesshaften“. Theologisch versteht er Gott und Mensch primär als „Wandernde“. Eine „Theologie der Migration“ ist also nicht einfach ein Titel aktueller ethischer Fragestellungen, sondern betrifft eine grundlegende Dimension menschlichen Werdens, Wahrnehmens und Wertnehmens. Markus Mühling, Professor für systematische Theologie und Religionsphilosophie, fragt nicht, ob der Mensch wandert, sondern wie und auf welche Weise dieses Wandern vollzogen wird.

09.01.2018 ULRIKE STEIERWALD
Von den Schätzen – Autorschaft im Raum des Möglichen

In seiner berühmten Rede >>Ich packe meine Bibliothek aus<< (1931) reflektiert der von aufgebrochenen Umzugskisten umgebene Walter Benjamin nicht nur über die „Schätze“ seiner Sammlung, sondern erzählt auch seine Erinnerungen an deren Aneignung. Ulrike Steierwald, Professorin für Deutsche Literaturwissenschaftan der Leuphana Universität und Dekanin des College, erhellt mit Benjamins Text die im Schreiben und Lesen von Erzählungen aufbrechenden Möglichkeitsräume und damit die grundlegenden Denkbewegungen künstlerischer Produktion wie Rezeption. In neuem Licht erscheint damit ebenso die Frage, was es mit den „Wortschätzen“ der Sprache auf sich hat.

28.11.2017 ULF WUGGENIG
Über die hellen und dunklen Seiten der jüngeren Lüneburger Historie – eine Militärgeschichte

In ihrer Selbstdarstellung überhöhen Menschen gern ihre positiven gegenüber ihren negativen Seiten. Dies gilt gleichermaßen für Städte oder Länder. Ulf Wuggenig betrachtet unter diesem in E. Goffmans Identitätstheorie formulierten Gesichtspunkt Selbstbild und Selbstdarstellung von Lüneburg in militärhistorischer Perspektive. Konkret widmet er sich den 1930er und 1940er Jahren und ihrer Wahrnehmung bis heute. Dabei folgt er Max Weber, der in “Wissenschaft als Beruf” forderte, ein Publikum vor allem „unbequeme Tatsachen anerkennen zu lehren“. Ulf Wuggenig ist Professor für Kunstsoziologie sowie Dekan der Fakultät Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität.

21.11.2017 MICHAEL AHLERS
Digitalisierung und Musik(unterricht)

Ein zentrales Vorhaben des deutschen Bildungssystems im 21. Jahrhundert besteht in der vermehrten Nutzung der Potenziale digitaler Medien. Anhand des Musikunterrichts lassen sich symptomatische Klüfte zwischen musikalischen Praxen außerhalb und der pädagogischen Praxis innerhalb von Bildungsinstitutionen gut nachzeichnen. Wieso lassen sich an dieser Stelle so schwierig Brücken bauen? Prof. Dr. Michael Ahlers gibt Einblicke in empirische Daten, zeigt Möglichkeiten und Paradigmen der digitalen Kreativwerkzeuge und diskutiert mögliche Ansätze für Veränderungen.

14.11.2017 KLAUS BERGMANN
Wir haben die Uni. Warum brauchen wir die Unigesellschaft?

Die Universität Lüneburg war das Gründungsprojekt der Universitätsgesellschaft Lüneburg. Es wurde 1989 abgeschlossen, die Universitätsgesellschaft nicht. Sie besteht bis heute, als Sponsor von Studierenden und jungen Akademikern, als Veranstalter von Vorträgen und der Kinderuni. Das ist mehr als nichts. Es ist aber nicht das, was eine Universitätsgesellschaft in ihrer Region bewirken kann. Sie soll helfen, das gegenseitig befruchtende Potenzial von Universität und Region zu heben. Wie das in anderen Universitätsstädten gelingt und wie es in Lüneburg geschehen kann, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Universitätsgesellschaft Lüneburg, Dr. Klaus Bergmann.

 

07.11.2017 ANNA HENKEL
Zauberhaft wirksame Mittel. Zur Soziologie des Pharmazeutischen

Entfällt aus gesundheitlichen Gründen. Ersatzvortrag:

07.11.2017 CAROLIN SCHUSTER
Die Bedrohung der Identität durch Stereotype, Rollenerwartungen und Wertkonflikte

Die Eigenschaften, Werte und sozialen Gruppen, mit denen sich Menschen identifizieren, bestimmen mit, wie sie Situationen einschätzen und sich verhalten. Wenn ihre Identität auf dem Spiel steht, reagieren Menschen oft defensiv und schöpfen ihr Potential nicht aus. Dies kann ihre Leistungsfähigkeit, ihre Berufswahl oder ihr Verhandlungsgeschick negativ beeinflussen. Prof. Dr. Carolin Schuster erläutert, wie soziale oder persönliche Identitäten in verschiedenen Kontexten infrage gestellt werden. In ihrer Forschung, sucht sie nach anwendbaren Strategien zur Förderung eines fairen, lösungsorientierten und nachhaltigen Miteinanders von sozialen Gruppen und Wertpositionen.

Sommersemester 2017

27.06.2017  ULF WUGGENIG
Über die hellen und dunklen Seiten der jüngeren Lüneburger Historie – eine Militärgeschichte

Aus gesundheitlichen Gründen ausgefallen.


20.06.2017  MAX KERSTING
Von der Leuphana nach Silicon Valley – eine Gründungsgeschichte

Es ist die Geschichte einer studentischen Unternehmensgründung. room.me ist in einem Projektseminar an der Leuphana Universität entstanden, zum Wachsen nach Berlin gezogen, dort finanziert worden und schließlich am Silicon Valley gelandet. Dort wurde die Internetplattform schnell Teil der Community und San Francisco Startup of the Year 2015. Es kam zu Verhandlungen mit allen großen Venture Capital Firmen. Berühmtheiten wie Airbnb-Gründer Brian Chesky kreuzten den Weg, aber dennoch gingen das Team, die Plattform und ihre 120.000 Mitglieder in einem amerikanischen Konkurrenten auf. Nun ist Max Kersting, Mitgründer von room.me, wieder hier und berichtet selbst.


13.06.2017  CHRISTIAN BREI
Zukunftsfähige Universität – zur Entwicklung der Leuphana Universität Lüneburg

Universitäten und Hochschulen sind für die erfolgreiche Zukunft einer offenen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung. Erfreulicherweise entwickeln sich die Hochschulen in Deutschland in den letzten Jahren sehr dynamisch, so auch die Leuphana Universität Lüneburg. Christian Brei ist dort Leiter für Universitäts- und Lehrentwicklung. Anhand von grundlegenden Überlegungen zu einer zukunftsfähigen Universität, auch im internationalen Vergleich, zeichnet er den Weg der Leuphana in den letzten Jahren nach und entwirft Hypothesen für zukünftige Herausforderungen und Gestaltungsfelder durch Forschung, Lehre und Kooperationen zwischen Universität und Gesellschaft.

06.06.2017  JÖRG PHILIPP TERHECHTE
Staatenclub oder verfasste Wertegemeinschaft? – Verfasstheit und Zukunft der EU

Brexit und Grexit, Staatsschuldenkrisen, Arbeitslosigkeit, Probleme in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung verkörpern Bewährungsproben, die die Verfasstheit der Europäischen Union als Wertegemeinschaft ernsthaft auf die Probe stellen. Die EU-Kommission hat jüngst verschiedene Zukunftsszenarien für die Gemeinschaft entwickelt. Reicht das aus? Was macht die besondere Verfasstheit der EU aus? Wie kann diese im globalen Vergleich einzigartige Integrationsgemeinschaft handlungs- und zukunftsfähig gemacht werden? Diesen Fragen widmet sich Jörg Terhechte. Er ist Professor für Öffentliches und Europäisches Recht sowie Vizepräsident der Leuphana Universität.

25.04.2017  VICKY TEMPERTON
Die Rolle des Grünlands für die Nachhaltigkeit – eine Frage der Vielfalt und des Klimawandels

Artenreiche Wiesen und Weiden sind weltweit die Ökosysteme mit der höchsten Pflanzenvielfalt auf kleinem Raum. Die Biochemikerin Prof. Dr. Vicky Temperton beschäftigt sich in Forschung und Lehre an der Fakultät für Nachhaltigkeit mit Pflege und Nutzen von Grünland-Habitaten. Sie untersucht ihre Funktionen hinsichtlich Ertrag, Nährstoffkreisläufen, Kohlenstoffspeicherung und als Stütze zur Minderung der Effekte von Klimawandel und Artenverlust. Sie will wissen, welchen Beitrag großflächige Renaturierung von artenreichem Grünland im städtischen Bereich zur Verbesserung von Klima und Biodiversität zu leisten vermag und stellt eigene Forschungsergebnisse dazu vor.

18.04.2017  TOM SCHMIDT, MORIZ REINBACH
Hochschule ohne Grenzen – Reflektionen über anderthalb Jahre Öffnung der Leuphana Universität für Geflüchtete

Seit März 2015 haben unter dem Bündnis „Hochschule ohne Grenzen“ universitäre Mitarbeiter, Lehrende und studentische Initiativen gemeinsam Studien- und Sprachprogramme für Geflüchtete entwickelt. DerBündnisansatz ist erprobt und überregional bekannt. Die gesammelten Erfahrungen gebieten es, über neue Wege der Kooperation in Lüneburg zu reflektieren. Tom Schmidt, Student, Mitinitiator und Sprecher des Bündnisses, sowie Moritz Reinbach, Student und Mitinitiator der „No Border Academy“ stellen den lokalen und überregionalen Kooperationsansatz, die Studien- und Sprachprogramme, die entwickelten Lehrformate und die Arbeit des „Welcome and Learning Center“ vor.

11.04.2017  PETER PEZ
Geographie in Zeiten der Nachhaltigkeit – Raumgestaltungskompetenz lokal und global

Fast alle Probleme und Herausforderungen unserer Gesellschaften manifestieren sich im Raum, lokal, national und global. Stadtgestaltung, Wirtschaftsförderung, Verkehrswegeentwicklung, Zuwanderung, Klimawandel – die Liste von Schlagwörtern ist so alltäglich wie lang und fast alle gehören zum Analysefeld von Geographen. Die Wissenschaftler stehen dem Handlungskonzept der Nachhaltigkeit damit besonders nahe. Erkenntnisse geographischer Forschung können viel zu einer umwelt- und sozialverträglichen Entwicklung beitragen. Der Verkehrs- und Wirtschaftsgeograph Prof. Dr. Peter Pez zeigt das an ausgewählten Beispielen, unter anderem für die Stadt und Region Lüneburg.

04.04.2017  MARC KLEINKNECHT
Was ist eine gute Schule?

Was ist eine gute Schule? In Erfahrungsberichten über Schulqualität liest man unter anderem folgende Sätze: „Lehrkräfte müssen auch außerhalb des Unterrichts für Schülerinnen und Schüler da sein.“ „Es kommt vor allem auf motivierte Schulleiterinnen und Schulleiter an.“ „Das Gebäude muss modern und gepflegt sein.“ Die Meinungen zu einer guten Schule sind so vielfältig wie die theoretischen Perspektiven hierzu. Der Schulpädagoge Prof. Dr. Marc Kleinknecht präsentiert aus empirischer Perspektive zentrale Modelle und Merkmale von Schulqualität. Er zeigt, wie an der Leuphana Universität die regionale Schulentwicklung unterstützt wird und ausgebaut werden soll.


Wintersemester 2016/17

31.01.2017 SABRINA SCHÖNBORN
SugarShape – Von der Leuphana in die Höhle der Löwen

Begleiten Sie das junge Wäschelabel SugarShape und seine zwei Gründerinnen auf ihrer Reise von der Unternehmensgründung im Umfeld der Leuphana Universität bis zum TV-Auftritt in der Startup-Show „Höhle der Löwen“. Gewinnen Sie Einblicke in Höhen und Tiefen des Unternehmensaufbaus, von der ersten Präsentation bis zu Millionenumsätzen, von Banken und Business Angels und warum kurvige Frauen eine noch immer übersehene Zielgruppe sind. Die studierte Wirtschaftspsychologin Sabrina Schönborn hat einen Blick für Missstände und ein Herz für ihre Beseitigung. Ihre Gründungen sollen die Lebensumstände von Frauen verbessern.

24.01.2017  MICHAEL GIELNIK
Entwicklungshilfe: Unternehmensgründung als Ausbildungsprogramm

60% Jugendarbeitslosigkeit ist in Ländern Afrikas keine Seltenheit. Eine Antwort auf dieses Problem ist Unternehmertum. Entgegen landläufiger Meinung wird man zum Unternehmer nicht geboren. Unternehmer kann man lernen wie andere Berufe auch, zum Beispiel im Student Training for Entrepreneurial Promotion (STEP). Bislang durchliefen mehr als 3.000 Studierende das Programm, dessen besonderer Fokus auf einer handlungsorientierten Didaktik liegt. Begleitet wurde es unter anderem von Prof. Dr. Michael Gielnik. Der studierte Psychologe berichtet über die Erfolge des Trainings für die Unternehmensgründer und den Arbeitsmarkt vor Ort.

17.01.2017  SUSANNE LEISS
Das Leuphana Zentralgebäude – ein architektonisches Juwel

Nach rund fünfjähriger Bauzeit wird die Leuphana Universität Lüneburg im Januar 2017 ihr neues Zentralgebäude nach einem Entwurf von Daniel Libeskind in Betrieb nehmen – ein Quantensprung für die Hochschule und etwas Aufsehenerregendes für Lüneburg. Über Entstehungsgeschichte, grundlegende Ideen und Planungsvoraussetzungen spricht Susanne Leinss, Leiterin der Stabsstelle Campusentwicklung und Projektleiterin der Universität für das Bauvorhaben. In ihrem Vortrag wird sie auch auf die künftigen Nutzungsmöglichkeiten des Gebäudes eingehen und einem Einblick in die außergewöhnliche Architektursprache Libeskinds geben.

10.01.2017  ULLI VILSMAIER, LOTTA HAGELMANN
Zukunftsmodell Ernährungsrat – eine Chance für Lüneburg?

Die globale Lebensmittelverschwendung sowie die Bekämpfung des Hungers gehören zu den dringendsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Jährlich wird mehr ein Drittel der Lebensmittelproduktion ungenutzt vernichtet. Das ist nicht nur asozial, es ist auch klimaschädlich. Um den Missstand zu beenden, suchen lokale Ernährungsräte weltweit nach Lösungsstrategien. Dabei hinterfragen sie die Lebensmittelversorgung als Ganzes, Herkunft, Produktionsbedingungen, Nährwert, Stellenwert und maßvollen Umgang mit Lebensmitteln in der Gesellschaft. Prof. Dr. Ulli Vilsmaier und Lotta Hagelmann stellen das Forschungsprojekt Lünefood vor und regen die Einrichtung eines Ernährungsrates in Lüneburg an.

29.11.2016  FRITZ HINRICHSMEYER, LISA HELDT
Ethik in der Wirtschaft – ein Widerspruch in sich oder absolutes „Muss“?

Ob Abgasskandal bei VW, Steuerflucht bei Apple oder Geldwäsche mit der Deutschen Bank – unverantwortliches Wirtschaften kostet. Nicht immer offensichtlich, aber die Rechnung kommt garantiert. Komplexe, globale Wirtschaftsbeziehungen, lange Lieferketten, eine hohe Reichweite von Entscheidungen: Die Prozesse sind heute schwer zu durchschauen. Das schafft Raum für ethisch zweifelhafte Aktionen fern von Öffentlichkeit. Folgen? Oft verheerend. Wollen wir uns das leisten? Muss Unternehmensethik mehr Bedeutung bekommen in den wirtschaftsnahen Studiengängen? Mitglieder des studentischen Netz­werks sneep e.V. beleuchten den Status quo und aktuelle Entwicklungen.

22.11.2016  DOMINIK LEISS
Schwer – schwierig – diffizil: Empirische Ergebnisse zum sprachbasierten Verstehensprozess von Aufgaben im schulischen Fachunterricht            

Muss ein mathematisch mündiger Bürger mehr als rechnen können? Sprache nimmt im Lernprozess eine zentrale Funktion ein. Ist sie doch sowohl Lerngegenstand als auch Voraussetzung, um verstehen zu können. Die naturwissenschaftlichen Fächer „entdecken“ langsam das Potential. PISA hat die Verbindung zwischen Lesekompetenz und fachlichen Leistungen in der Mathematik oder Physik verdeutlicht. Seither müssen sich Lehrkräfte und fachdidaktische Forschung mit sprachlichen Fähigkeiten beschäftigen. Prof. Dr. Dominik Leiß zeigt anhand empirischer Forschungsprojekte, dass Sprache ein vernachlässigtes, aber zentrales Element von (mathematischer) Fachkompetenz ist.

15.11.2016  CAROLA SCHORMANN
„Auf der Klarinette gurgelte er einen unverständlichen Tanz…“ – Musikermigration nach Lüneburg vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert            

„Auf der Klarinette gurgelte er einen unverständlichen Tanz…“ Musiker aus der Fremde prägten einen Teil der Lüneburger Musikgeschichte. Sie förderten den Austausch zwischen Kulturräumen und kulturellen Systemen. Wie war das früher möglich über politische und konfessionelle Grenzen hinweg? Welchen Einfluss hatte die Mobilität der Musiker auf europäische Gattungen und Stile? Wie lösten sie das Fremdsprachenproblem? Prof. Dr. Carola Schormann gibt Einblicke in die Musiker-Migration nach Lüneburg vom Mittelalter bis zum frühen 20. Jahrhundert. Schriftliche Quellen und begleitende Hörbeispiele geben Antwort auf weitgehend ungelöste Fragen der Geschichtsschreibung.

08.11.2016  CHRISTIAN WELZEL
Moralischer Fortschritt – Wertewandel in Deutschland und der westlichen Welt

Im Zeitalter von Wissen, Information und Globalisierung, in einem sich immer mehr beschleunigenden Transformationsprozess, der massiv die Arbeitswelt, das Zusammenleben und unsere Lebensgewohnheiten verändert, vollzieht sich ein radikaler Wertewandel. Welche Spuren finden wir in der Mentalität der Menschen? Sie setzen auf mehr Selbst- und Mitbestimmung, sind weniger folgsam, werden kreativer… Der rasante Anstieg emanzipativer Werte schürt auch kulturelle Konflikte in unserer Gesellschaft und mit anderen Staaten. Anhand der Weltwertestudien, die Prof. Dr. Chris Welzel seit vielen Jahren mit leitet, zeichnet er Konturen, Richtung und Implikationen des Wandels nach.

 

Sommersemester 2016

28.06.2016  STEFFI HOBUSS
„Wir“ und „die Anderen“? Fremdheitskonstruktionen und (Post)-kolonialismus in Europa 

Fremdheit  ist  nie  einfach  vorhanden,  sondern  beruht  auf  kulturellen  und sozialen Konstruktionen. Fremdheit impliziert  „das  Andere“ – ein „anderer“ kultureller Hintergrund, eine „andere“  Religion,  ein  „anderes“  Aussehen  oder einfach  eine „andere“  Art,  Essen  zuzubereiten,  führen  zu  dieser  Konstruktion  des Fremden. Fremdheit wird aber oft als etwas erfahren, das uns zustößt, ohne dass wir es wollen. In  diesem  Sinne  lässt  sich  auch  die  koloniale  Erfahrung  Europas  mit  den Kolonien begreifen. Um den Konstruktionen von Fremdheit nachzugehen, wird Dr. Steffi Hobuß ihre philosophische Forschung zum (Post)-kolonialismus in Europa vorstellen. 

21.06.2016  CHRISTOPH JAMME
Europa als philosophische Idee

Die Europäische Union ist sich uneinig. Der Umgang mit den hier eintreffenden Migranten  diskreditiert  die  Solidargemeinschaft  seit  Jahren.  Im Sommer  2015 entzündet  sich  an  der  Flüchtlingsfrage  offener  Streit.  In  den  meisten Ländern  sind rechtspopulistische  Parteien  auf  dem  Vormarsch  und  auch  die Diskussion  um  das Transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) offenbart das Misstrauen und die Kritik vieler Bürgerinnern und Bürger an den Institutionen der Europäischen Union. Je mehr die  EU  in  die  Krise  gerät  und  nur  noch  als „ökonomisches  und  bürokratisches Monster“  wahrgenommen  wird,  um  so  wichtiger ist  es,  einmal  nach  der  die europäische Einigung tragenden Idee zu fragen. Prof. Dr. Christoph Jamme wird die philosophische Idee Europa beleuchten. 

14.06.2016  BIRGIT ALTHANS
Theater als pädagogischer Vermittler im  heutigen Europa

Das Theater versteht sich traditionell sowohl  als  Vermittler  des „nationalen Kulturguts“ als auch als interkulturelle Institution – Stücke von Shakespeare, Beckett und Moliere werden global gespielt und verstanden.   Trotz der in den letzten Jahren akzeptierteren Position, dass wir in  einer Einwanderungsgesellschaft  leben,  tut  sich die    Institution  Schule  mit  einer Identifikation  als  interkultureller  Ort  jedoch  immer noch schwer. Prof.  Dr.  Birgit  Althans  wird  in  das  Konzept  des  sogenannten  „postmigrantischen“ Theaters einführen, wie es beispielsweise am Maxim Gorki Theater in Berlin zu finden ist. Welche „pädagogische“ Bedeutung hat das Theater in Bezug auf europäische Migrationsbewegungen? Wie kann die „europäische Idee“ zu einer künstlerischen Position des Theaters werden?

07.06.2016  MANUELA BOJADZIJEV
Europäisierung durch Migration? Wie Migration Europa verändert (hat)

59,9  Millionen  Menschen  waren  laut  UNHCR  2014  weltweit  auf  der  Flucht  in sichere Lebensumstände,  um  Asyl  zu  beantragen.  Europa  erlebt  gegenwärtig  eine seit  dem Zweiten Weltkrieg beispiellose Welle der Flucht. Mehr als eine Million Menschen sind im Jahr 2015 in Deutschland angekommen. Zwar hat sich die Zahl der Ankommenden 2016  verringert,  die  Fluchtursachen,  die  meistens  auf  Krieg,  Gewalt, Menschrechtsverletzungen und Armut zurückzuführen sind, bleiben jedoch bestehen. Auch die Zahl der  innereuropäischen  Migrationsbewegungen  steigt.  Prof.  Dr.  Manuela  Bojadzijev wird  die  Flucht-  und  Migrationsbewegungen  der  letzten  Jahre in  einen  größeren Kontext einordnen.

26.04.2016  KLAUS KÜMMERER
Arzneimittel im Wasser – Können wir sie vermeiden?

Das Prinzip aller Dinge ist Wasser, aus Wasser ist alles, und ins Wasser kehrt alles zurück. Dies sagte der Philosoph Thales von Milet über den häufig beschriebenen Ursprung unseres Lebens. Eine unverzichtbare Ressource, die in unseren Breitengeraden häufig als selbstverständlich aufgefasst wird. Doch selbst kleine Einflüsse können das Ökosystem zum Kippen bringen. Prof. Dr. Klaus Kümmerer wird berichten, wie sich vom Menschen gemachte Verschmutzungen durch Arzneimittel im Wasser verhindern lassen.  

19.04.2016  ANDRE NOVOTNY
Landflucht, na und!? Ein gesellschaftliches Problem

Raus aus dem Dorf, das Stadtleben ruft! Schon lange ist zu beobachten, dass  ländliche Regionen mit dem Wegzug von Menschen zu kämpfen haben. Aufgrund fehlender Arbeitsplätze und wenig Freizeitmöglichkeiten, treibt es gerade junge Menschen in die Ballungsräume von Großstädten. Die ländlichen Gebiete verlieren dadurch nicht nur an Bevölkerung, sondern geraten auch immer öfter in finanzielle Schieflage. Andrè Novotny prognostiziert, dass sich unsere Landkarte stark verändern könnte, wenn dieser Trend anhält und stellt nachhaltige Lösungsvorschläge vor.

12.04.2016  JANTJE HALBERSTADT
Geld oder Nächstenliebe? Social Entrepreneurship in Forschung und Lehre an der Leuphana

„Social  Entrepreneurs:  Weltretter  unter  sich“  titelte  die  ZEIT  2013. Social Entrepreneurship oder auch Sozialunternehmertum scheint also wichtig zu sein – aber was genau ist das eigentlich und wie kann es gelingen, durch unternehmerische Ansätze  die  Welt  zu  verändern?  Welche  Rolle  spielt  Social Entrepreneurship  in  der Lehre  und  Forschung  –  insbesondere  bei  uns  in  Lüneburg,  an  der  Leuphana Universität? Prof. Dr. Jantje Halberstadt wird berichten, ob man sich als Sozialunternehmerin zwischen Geld und Nächstenliebe entscheiden muss.

05.04.2016  GERD MICHELSEN
Nachhaltigkeit bewegt die jüngere Generation! Ergebnisse aus dem Nachhaltigkeitsbarometer 2015 

Bereits vor drei Jahren warf das erste Nachhaltigkeitsbarometer die Frage auf: „Was bewegt   die   Jugend?“.   Das   Ergebnis   fiel   klar   aus   –   die   Idee   einer   nachhaltigen Entwicklung   war   bereits   in   viele   Lebensbereiche   durchgesickert.   Das   zweite Nachhaltigskeitsbarometer,   das   vom   UNESCO   Chair   der   Leuphana   Universität Lüneburg 2015 mit Unterstützung von Greenpeace Deutschland durchgeführt wurde, kommt sogar zu der Aussage „Nachhaltigkeit bewegt die jüngere Generation!“ Im Rahmen   des   Universitätsgesellschaftlichen   Dienstags   wird   Prof. Dr. Gerd   Michelsen   von seinen Forschungsaktivitäten berichten.

Wintersemester 2015/16

02.02.2016  LOUSIE LEITSCH, JÖRN RÖHRS
Begegnung mit Gewinn – Wenn Studierende Unternehmen beraten 

An der Universität erlangtes Wissen in der unternehmerischen Praxis schon während des Studiums anwenden und weiterentwickeln – das ist die Idee der studentischen Unternehmensberatung „Contact&Cooperation Lüneburg e.V.“. Gewinner sind alle Beteiligten, die Studierenden und die Unternehmen. Mittlerweile ist dieses Konzept in Universitätsstädten weltweit auf dem Vormarsch. Mitglieder des Lüneburger Vereins berichten anhand von Projektbeispielen über ihre Erfahrungen.

26.01.2016  MATTHIAS BARTH
Von der Kooperation zu gemeinsamen Lernprozessen: Lehrerbildung auf neuen Wegen 

Angehende Lehrerinnen und Lehrer erleben ihren Einstieg  in die Schule oftmals als „Praxisschock“ – unter anderem aufgrund der strikten Trennung vom Studium der später gelehrten Fächer und der folgenden schulpraktischen Ausbildung im Referendariat. Es  folgen Schuldzuweisungen zwischen Theorie und Praxis. Die angebliche „Praxisuntauglichkeit“ neuer theoretischer Konzepte und das Festhalten an Altbewährtem führen zu einer Kluft zwischen der universitären Lehramtsausbildung und den Schulen. Matthias Barth, Professor für Sachunterricht und Bildung für eine nachhaltige Entwicklung, führt in innovative Lehramtsausbildungskonzepte ein. 

19.01.2016  REGINE HERBRIK
Im Wechselbad der Gefühle – Emotionen in christlichen Gemeinden heute 

Gefühle, Emotionen und Religion gehören für viele eng zusammen – und tatsächlich zeigt die Kirchengeschichte abwechselnd Phasen stärkerer und schwächerer Fokussierung der Gefühlswelt. Prof. Dr. Regine Herbrik wirft einen soziologischen Blick auf das komplexe Zusammenspiel von Emotionen und Religion in einer Zeit, in der auch „der Glaube“ durch Medien und Groß-Events beeinflusst wird. 

12.01.2016  KATHRIN VAN RIESEN
Hochschulkulturen und Geschlechterverhältnisse – ein interdependentes Spannungsfeld 

Die Stärkung der Autonomie der Hochschulen, Veränderungen im Zuge der Bologna-Reform, die Förderung von Exzellenzuniversitäten und Exzellenzformaten – Die deutsche Hochschul- und Wissenschaftslandschaft hat in den letzten zehn bis 15 Jahren tief greifende strukturelle Veränderungen durchgemacht. Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Leuphana Universität Lüneburg Dr. Kathrin van Riesen stellt die Frage, wie sich die deutsche Hochschulkultur im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit weiterentwickeln kann.


24.11.2015  HARALD HEINRICHS
Sharing Economy – wirtschaftliche und soziale Innovation? 

„Upcycling“,  „Recycling“,  „Sharing“  –  die  Begriffe  der  „Sharing  Economy“  sind in aller Munde. Denn unsere Ressourcen sind endlich und mit den Gütern, die da sind, müssen wir nachhaltig wirtschaften. Neue Angebots- und Konsumformen versprechen Abhilfe  zu  schaffen.  Doch  was  bewirken  diese  neuen  Formen  des Wirtschaftens? Harald  Heinrich,  Professor  für  öffentliche  Nachhaltigkeitssteuerung, stellt  die  Frage nach  der  Zukunft  der  „Sharing  Economy“  und  ihrer wirtschaftlichen, zivilgesellschaftlichen und politischen Ausgestaltung. 

17.11.2015  HANS-JOACHIM PLEWIG
Wir sind alle kleine Griechen – warum es uns so schwer fällt, langfristig klug zu handeln. 

Eine der zentralen Frage der Zukunft lautet: Sind wir willens und in der Lage, uns auf tiefgreifende gesellschaftliche und globale Veränderungen langfristig einzustellen? Der Jurist und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Hans-Joachim Plewig hegt daran Zweifel. Ein an hohem Konsum orientierter Lebensstiel kollidiert mit harten Tatsachen, die uns Einschnitte abverlangen.

10.11.2015  MARKUS REIHLEN
Unternehmenskultur: Hindernis oder Motor für Innovation? 

Unternehmen haben einen Charakter. Sie sind ängstlich und vermeiden größere Risiken. Sie sind unternehmerisch und suchen neue Opportunitäten. Sie sind korrupt und betrügen Kunden und Regulatoren, um sich Vorteile zu verschaffen. Sie interessieren sich aber auch für ihre Rolle in der Gesellschaft und handeln sozial verantwortlich. Der Charakter eines Unternehmens wird in seiner Kultur mit seinen geteilten Überzeugungen, Normen, Denkstilen und Praktiken ausgedrückt. Prof. Dr. Markus Reihlen erforscht, warum es Unternehmen häufig so schwer fällt, nicht nur Oberflächensymptome zu verändern, sondern althergebrachte Überzeugungsmuster zu hinterfragen und sich am Erkunden des „Neuen“ auszurichten.

03.11.2015  ACHATZ VON MÜLLER
Provinz – zu unbedeutend für bedeutende Entwürfe?

„Provinzler!“ Deutlicher lässt sich vermeintliche Unterlegenheit an Stil und kosmo-politischer Mentalität kaum artikulieren. Doch ist Provinz nur ein Synonym  für intellektuelle oder kulturelle Unterlegenheit? Oder verfügt Provinz über eigene Qualitäten an Kultur, Lebensart und Geist, die vielleicht nur nicht den Moden der Metropolen folgen? Der Historiker und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Achatz von Müller stellt hierzu eigene Betrachtungen vor. 

Sommersemester 2015


 14.07.2015  VOLKER KIRCHBERG
„Das liebe Geld und die Kultur – Kooperation und Konkurrenz in der Hanse- und Kulturstadt Lüneburg“ 

Wer entscheidet wie viel Geld für welche Kultur für wie lange ausgegeben wird? Diese komplexe Frage ist von elementarer Bedeutung für die Existenz kultureller Initiativen und Institutionen. Prof. Dr. Volker Kirchberg schildert seine Überlegungen zur Netzwerkanalyse und zur Kulturentwicklungsplanung am Beispiel der Hansestadt Lüneburg.

07.07.2015  MATHIAS GROß
„Multichannel everywhere – wie das Internet unser Leben verändert“

„Früher schrieb ich zu Weihnachten einen Wunschzettel. Das Christkind schenkte mir ein Kettcar. Mein Vater legte eine Schallplatte auf. Meine Mutter bereitete nach dem Rezept ihrer Mutter die Weihnachtsgans zu. Meine Geschwister und ich trugen die Weihnachtgeschichte vor, spielten mit Legosteinen, lasen Bücher und gingen glücklich zu Bett…..vor 40 Jahren. Und heute? Prof. Dr. Mathias Groß gibt einen unvollständigen, subjektiven und optimistischen Blick auf das Leben und Arbeiten in einer digitalisierten Welt.


30.06.2015  CARSTEN WILLE, MARK EULER
„EXIST – Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ 

Carsten Wille und Dr. Mark Euler vom Gründungservice der Leuphana, berichten in ihrem Vortrag über „Existenzgründungen aus und durch die Wissenschaft“. Dabei geht es unter anderem darum, welche Entwicklungschancen sich der Region Lüneburg durch Gründungen aus dem Universitätsumfeld bieten. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass Entrepreneure eine hohe Affinität zu dem Ort haben, an dem sie ihr Unternehmen gründeten.

23.06.2015  ULLI VILSMAIER
„Stadt forscht: Allianzen für nachhaltige Entwicklung“

Den ersten Vortrag des Test-Formats Universitäsgesellschaftlicher Dienstag hält Ulli Vilsmaier, Professorin für Transdisziplinäre Methoden.