Zukunftsstadt Lüneburg

Zukunft ausprobieren

„Anfang des 21. Jahrhunderts befindet sich die Welt in einer Umbruchssituation: Das Klimasystem und andere globale Ökosysteme wandeln sich rapide, Volkswirtschaften werden labiler, Gesellschaften (gestrichen weil Volkswirtschaften global gleicher werden, national aber tatsächlich ungleicher) ungleicher. Die erfolgreichen Entwicklungsmuster der Vergangenheit – getragen durch technologische Innovationen und linearen Wachstumsoptimismus – taugen nicht länger, den Wandel zukunftsfähig zu bewältigen. Ein neues Fortschrittsverständnis gewinnt an Kontur, in dem soziale, institutionelle und systemische Innovationen von hoher Bedeutung sind.“

Neue Dynamik zwischen Wissenschaft und Gesellschaft

So beschreiben Uwe Schneidewind und Mandy Singer-Brodowski im Vorwort ihrer Analyse „Transformative Wissenschaft – Klimawandel im deutschen Wissenschafts- und Hochschulsystem“ die Ausgangslage, der sich Wissenschaftsinstitutionen sowie Lehrende und Forschende an Hochschulen heute stellen müssen. Die Leuphana Universität gehört zu den wenigen Orten weltweit, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Kontur eines neuen, transdisziplinären Fortschrittsverständnisses entwickeln. Daran richten sie Forschung und Lehre aus. Dabei entsteht eine neue, partizipative Art von Wissenschaft, in der lebensweltliche Probleme der Gesellschaft im Mittelpunkt stehen.

Zweibahnstraße für Wissenschaft und Zivilgesellschaft

Der einst als Einbahnstraße begriffene Kommunikationsfluss von der Wissenschaft in die Gesellschaft wird um die Gegenrichtung erweitert. Der Zivilgesellschaft fällt eine aktive Rolle bei der Entwicklung der zukunftsfähigen Gesellschaft zu. Die Universitätsgesellschaft Lüneburg unterstützt diese Herausforderung: Sie baut den Akteuren an der Leuphana Universität und in der Region Lüneburg Brücken für eine gemeinsame Entwicklung.

Neues Wissen für die Gesellschaft

Wissenschaft war der Motor früherer Fortschrittsmodelle. Die Entwicklung der zukunftsfähigen Gesellschaft ist ein Gemeinschaftswerk von Handelnden aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Staat und Wirtschaft. Diese Entwicklung wird im umfassenden Sinn nachhaltig sein. Die Leuphana Universität hat diese Entwicklung frühzeitig aufgegriffen – und findet damit national und international Beachtung.

Kooperationen fördern

Es bleibt jedoch eine ständige Herausforderung, auf diesem Gebiet gegenüber anderen, besser ausgestatteten Universitäten zu bestehen.

Bürgerinnen und Bürger der Region können ihre Universität unterstützen, indem sie aktiv an Forschungsprojekten teilnehmen und sich offen für den Dialog mit der Wissenschaft

zeigen. Damit sorgen sie für ein zukunftsweisendes gesellschaftliches Klima in der Region. Das stärkt nicht nur die Wissenschaft der Leuphana Universität. Es stärkt auch die Region als Ganzes. Die Universitätsgesellschaft Lüneburg unterstützt und fördert entsprechende kooperative Interessen und Aktivitäten in der Region.