Universitätsgesellschaftlicher Dienstag

Zeit zum Gedankenaustausch

Der Universitätsgesellschaftliche Dienstag bringt das universitäre Leben in Lüneburg den an Wissenschaft interessierten Bürgerinnen und Bürgern näher. Etwa eineinhalb Stunden lang bieten wir mit diesem Format Woche für Woche die Möglichkeit zum Gedankenaustausch. Nach einem geselligen Auftakt bieten kurze Vorträge die Grundlage für eine lebhafte, offene Diskussion. Pro Abend steht ein Thema unserer Universität im Mittelpunkt. Mit dem Universitätsgesellschaftlichen Dienstag sind wir regelmäßig im Museum Lüneburg zu Gast.

Ablauf: Get together, Vortrag, Diskussion

Zeit: 18:30 – 20:00 Uhr

Ort: Museum Lüneburg

Eine Anmeldung zum Universitätsgesellschaftlichen Dienstag ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist kostenlos.


Sommersemester 2020 aktuelle Veranstaltungen

In Kürze finden Sie hier das aktuelle Programm.

 

Vergangene Veranstaltungen aus dem Wintersemester 2019/20

11.02.2020: Matthias SCHMIDT
Digitale Produktion: Was macht man eigentlich mit all den Daten?

Industrie 4.0 ist in Produktionsbetrieben in aller Munde. Im Zuge der Digitalisierung der Produktion werden zunehmend Daten erzeugt und verarbeitet. Doch was können Unternehmen mit dieser Fülle an Daten anfangen? Wie können diese genutzt werden? Matthias Schmidt, Professor für Produktionsmanagement, zeigt in diesem Vortrag exemplarisch aus der Perspektive der Produktionslogistik eine Anwendung im Unternehmen. Hierbei wird schnell und aufwandsarm auf der Basis der aufgenommenen Daten eine strukturierte Analyse der Produktion vorgenommen. Darauf aufbauend können datenbasiert zielgerichtete Maßnahmen abgeleitet werden, um die Effizienz in der Produktion zu steigern.

04.02.2020: BOUKJE CNOSSEN
Urbane Räume nutzbar machen: Entwicklungen, Herausforderungen und Möglichkeiten zur Aktivierung künstlerischen Potenzials

Kunst und kreativer Ausdruck bringen Lebendigkeit in Städte und Regionen; nicht nur, weil Ausstellungen und Performances ein Publikum anziehen, sondern auch, weil die kreativen und sozialen Prozesse von Künstler*innen und anderen Kreativschaffenden
für andere Sektoren einen wertvollen Nutzen haben können. Wie können Kunst und Kreativität den urbanen Raum bereichern und gleichzeitig anderen sozialen Zielen dienen? Boukje Cnossen ist Juniorprofessorin für BWL, speziell im Bereich Cultural Entrepreneurship, an der Leuphana Universität Lüneburg.

28.01.2020: ACHATZ VON MÜLLER / HEIKE DÜSELDER
Gedanken zweier Historiker zum 27. Januar

Der 27. Januar ist der Gedenktag für die Opfer des Holocaust. Bundespräsident Roman Herzog führte 1996 diesen Tag mit den Worten ein: „Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt.“ Damit ist eine Aufgabe an Historiker formuliert, nämlich die Formate der Erinnerung mit Inhalt zu füllen und Reflexion anzuregen. Achatz von Müller, Historiker und Co-Direktor des‚ Zentrums
für Theorie und Geschichte der Moderne‘ an der Leuphana Universität und Heike Düselder, Historikerin und Museumsleiterin, im Gespräch über Geschichte und Gedächtnis, Gedenken und Aufklärung sowie die Verantwortung der Gegenwart.

21.01.2020: MONIKA SCHOOP
Klingende Erinnerungen an NS-Verfolgung und Widerstand

Die Zeit des Nationalsozialismus nimmt heute einen wichtigen Stellenwert in der Erinnerungskultur Deutschlands ein. Dies spiegelt sich auch in der Musik wider. Monika E. Schoop gibt anhand konkreter Beispiele einen Einblick in die Arbeit des von der DFG
geförderten Projektes „Klingende Erinnerungen“ (Leuphana Universität/ Universität zu Köln). Im Vordergrund stehen dabei die folgenden Fragen: Wie wird mittels Musik Verfolgung durch und Widerstand gegen das NS-Regime erinnert? Wie schaffen  musikalische Erinnerungen Räume für eine kritische Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Problemen?

26.11.2019: JÜRGEN DELLER
Der „Later Life Work Index“: Gestaltung von Arbeit für Menschen aller Generationen

Fast jeder vierte Erwerbstätige in Deutschland ist über 55 Jahre alt – Tendenz steigend. Der Later Life Work Index ermöglicht Organisationen eine Überprüfung ihrer Fähigkeiten im Umgang mit altersdiversen Belegschaften. Er erfasst betriebliche Faktoren für ein erfolgreiches Personalmanagement. Ältere Beschäftigte zu halten, zu motivieren und gesund über das Ruhestandsalter hinaus zu beschäftigten, erfordert eine besondere Betrachtung relevanter Faktoren. Unternehmen werden in die Lage versetzt, sich selbst einzuschätzen und Handlungsoptionen abzuleiten. Jürgen Deller ist Professor für Wirtschaftspsychologie.

 

19.11.2019: EGBERT KAHLE
Die Schattenseiten künstlicher Intelligenz

Die Digitalisierung unseres Lebens mit dem Einfluss künstlicher Intelligenz ist nicht zu übersehen. Dabei gibt es einige Probleme wie Sicherheitsrisiken, die die Funktionsfähigkeit der Systeme gefährden, rechtliche Unsicherheit oder fehlende Standards. Vor allem aber gilt: Maschinen haben keine Ethik und keine Verantwortung – sie dürfen deshalb keine Entscheidungen treffen. Egbert Kahle, langjähriger Professor  für Betriebswirtschaftslehre, zeigt auf, wie die Maschinenkommunikation durch ihre strengen Regeln die Möglichkeiten der flexiblen und vielseitigen menschlichen Kommunikation reduziert. Die Unterschiede von menschlicher und Maschinenkommunikation müssen beachtet werden.

12.11.2019: JULIA GANTERER
Intime Details – Die Ästhetisierung des weiblichen Körpers seit der sexuellen Revolution bis heute

Dass Frauen ihren Intimbereich aktiv gestalten, liegt im Trend. Dies dient weniger einem gesteigerten Selbstwertgefühl, sondern trägt dazu bei, ein geschlechtsspezifisches Körperbild aufrecht zu erhalten. Julia Ganterer, Postdoc am Institut für Sozialpädagogik, rekonstruiert, wie sich der feministische Diskurs über weibliche Lust und die Wahrheitsproduktion über weibliche Körper gewandelt haben. Dabei wird aufgezeigt, wie die heutige Designervagina mit den historischen Geschehnissen der „Sexuellen Revolution“ und den Diskursen über Frauenbilder und Geschlechterverhältnisse in Zusammenhang steht.

05.11.2019: HENRIK VON WEHRDEN
Was ist eigentlich Nachhaltigkeitswissenschaft?

Nachhaltigkeitswissenschaft hat in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung in der Wissenschaftslandschaft gewonnen. Handelt es sich hierbei um eine neue Disziplin? Basierend auf einer Analyse der aktuellen Situation der Wissenschaft in Deutschland bietet Henrik von Wehrden als Dekan und Professor der Fakultät Nachhaltigkeit eine persönliche Analyse der aktuellen Entwicklung. Hierbei dient Nachhaltigkeitswissenschaft als Beispiel einer kritischen Hinterfragung des gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Status Quo.

 

Alle vergangenen Universitätsgesellschaftlichen Dienstag können Sie gerne in unserem Archiv nachlesen.