Aktuell gibt es geradezu einen Hype um „Bürgerräte“, die als innovatives Format der Bürgerbeteiligung gelten. Zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger beraten über politische Fragen – eigentlich eine jahrtausendealte Tradition in der Politik. Aktuelle Beispiele sind die irische Verfassungskonvention oder der deutsche Bürgerrat Ernährung. Man erhofft sich „zukunftsfähigere“ Entscheidungen als durch parlamentarische Gesetzgebung, da die Teilnehmenden unabhängig von Parteipolitik und Wiederwahldruck agieren. Der Vortrag beleuchtet anhand von Bürgerräten zur Klimapolitik Chancen und Grenzen in Bezug auf demokratische Legitimität und nachhaltige Entscheidungsqualität und diskutiert Fragen der Institutionalisierung.